Nach einem Jahr und über 2000 Besuchern war die erste interaktive Ausstellung in der Rotunde ein erfolgreicher Startpunkt und konnte wertvollen Input für die Weiterentwicklung des Formats virtueller digitaler Museumswelten liefern.
Anhand von 30 skalierten MATADOR Bausätzen konnte ein Streifzug durch Österreichs Industriekultur präsentiert werden.
Lange vor den Technikmodulen von Lego oder Fischertechnik, konnten mit den Matador Holzmodellen die wichtigsten technischen Errungenschaften nachgebaut und mechanische Details erfahrbar gemacht werden. Eine große und aktive Community trug dazu bei, dass über die Jahre hinweg eine breite Palette von Modellen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Technik realisiert wurde. Dabei erweisen sich die im Wesentlichen aus Klötzen, Platten und Streben aufgebauten Holzbauelemente als äußerst vielseitig kombinierbar und die wesentliche Einschränkung liegt dabei meist nur in der mengenmäßigen Begrenzung der verfügbaren Bausteine.
Bei den virtuell nachgebauten Modellen der Ausstellung fällt diese Einschränkung weg, allerdings ist der reale Bauprozess, die Erfahrungen und Herausforderungen des Zusammenbaus, keineswegs durch digitale Modellierung ersetzbar. Der Nutzen der Digitalisierung ergibt sich vielmehr durch einen neuen Blickwinkel auf die Modelle, die durch Skalierung auf ungefähre Originalgröße ihrer Vorbilder gewachsen sind und in der Umgebung einer großen historischen Ausstellungshalle präsentiert werden.
